




Tag eins:
Freitag. Der Tag an dem das Bereichszeltlager der JFen in Eimsbüttel beginnen sollte. Für einige ging es an diesem Tag direkt am Feuerwehrhaus der FF-Eimsbüttel los. Andere fuhren direkt zum Treffpunkt mit den anderen JFen am Feuerwehrhaus der FF-Stellingen. Von dort aus machten wir uns auf die lange Fahrt nach Cuxhaven. Nach knapp drei Stunden Fahrt in einem geliehenen Bus der Feuerwehrakademie, erreichten wir endlich den Cuxhavener Stadtteil Sahlenburg, an dessen Nordseestrand der Wattwanderweg nach Neuwerk begann. Da unser Gepäck, vor allem die Zelte, Feldbetten, Getränke und viele kleine und große andere nützliche Dinge, die wir bis hierher mit dem Dekontaminations-LKW der FF-Lokstedt transportiert hatten, aber deutlich zu schwer zum tragen waren, mussten diese jetzt in einen Wattwagen umgeladen werden um sie dann mit einem Trecker durchs Watt zu ziehen.
Für uns blieb in dieser Zwangspause noch ein kurzer Moment um die örtliche Versorgung mit Speiseeis zu „überprüfen“.
Alles war umgeladen und der Moment der Wahrheit war gekommen: Würde das Schuhwerk halten? Wer konnte, hatte sich bereits Gummistiefel angezogen, wer leider keine dabei hatte, musste ab jetzt mit nassen Füßen leben. Die Wattwanderung begann. Hatten wir zu Anfang noch gehofft den Wasserpfützen aus dem Weg gehen zu können, mussten wir spätestens beim ersten Priel erfahren, dass dies erstens nicht möglich war und zweitens, dass auch die Gummistiefel des einen oder anderen leider nicht hoch genug waren.
Nach einer Stunde kamen die ersten Ermüdungserscheinungen auf und die ersten fragenden Blicke, wie weit es denn noch sei. Nach zwei Stunden stand für die allermeisten fest, dass die Insel eine Fata Morgana sein müsse, die man niemals erreichen kann, obwohl man sie ständig vor Augen hat.
Nach zweieinhalb Stunden und zig aus dem Watt befreiten Schuhen, kam das rettende Ufer immer näher. Nur bekam ich zunehmend das Gefühl zu langsam, als dass alle es noch erreichen würden.
Nach knapp drei Stunden durchgehender Wanderung, sahen wir nach langer Zeit endlich wieder eine grüne Wiese. Zwar warteten die anderen JFen schon auf uns, doch ließen wir uns erst mal ins warme Gras fallen und machten eine Verschnaufpause.
Im Lager angekommen, wurden erst mal nur Tische und Bänke aufgestellt, dann gab es Nudeln mit Tomatensoße zum Mittag. Erst nachdem wir nach der kräftezehrenden Wanderung halbwegs wiederhergestellt waren, begann der Aufbau der Zelte. Uns sollte ein Tippi-Zelt die Heimat für die kommenden drei Tage bieten. Nach dem weitgehend erfolglosen Studium der Aufbauanleitung des Zeltes beschlossen wir es einfach „frei nach Schnauze“ aufzubauen – und siehe da es stand. Und das als eines der ersten. Mehrere weitere Zelte für andere JFen und unsere weibliche Kameradin folgten.
Wir kamen darüber überein, auf die platzraubenden Feldbetten in den Zelten zu verzichten und auf diese Weise statt drei Leuten alle Jungs in einem Zelt unterzubringen. So fanden unsere Feldbetten sich bald als Sonnenliegen im Freien wieder.
Langsam wurde es Abend. Unser Lager war unter strahlend blauem Himmel weitestgehend aufgebaut worden und die ersten Kontakte zu anderen JFen wurden aufgenommen, sei es beim gemeinsamen „Mi-Krone-Spielen“, bei Abendessen oder später am Lagerfeuer beim Stockbrot grillen.
Der erste Tag war vorüber. Er war anstrengend gewesen, hatte aber auch viel Spaß gemacht und uns neue Erfahrungen eingebracht. Mal sehen wie die nächsten Tage werden!
TO BE CONTINUED...
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Text: Tobias Moll