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Jugendfeuerwehr Hamburg-Eimsbüttel

Der Besuch bei der FEZ

Es war ca. gegen 17:30 als wir uns regulär zu unserm Dienst am 11.11.2009 trafen.
Eigentlich war das Treffen heute erst für 18:00 Uhr angesetzt, allerdings war das anscheinend noch nicht zu allen durchgesickert. So fanden wir noch einen Moment Zeit unsere Weihnachtsfeier für dieses Jahr zu planen. Nach einer langen Diskussion und der Abwägung unserer Vorschläge, z.B. bei der Weihnachtsfeier angeln zu gehen, einigten wir uns schließlich auf den Besuch einer Kart-Bahn.

Inzwischen war es sechs Uhr, doch konnten wir erst nach einer weiteren halben Stunde los, da die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) vorher noch mit dem Wachwechsel beschäftigt sein würde. So spielten wir noch einige Runden Galgenmännchen und später forderten wir unsere kreative Ader beim Spiel Montagsmaler.
Danach konnte es endlich los gehen. Schnell gingen wir uns umziehen und suchten für die Schwester eines JF-Mitglieds, die heute das erste Mal mit dabei war, eine mehr oder weniger passende Jacke zusammen. Dann fuhren wir mit zwei PKWs und dem LF zur FEZ.
Für die allermeisten würde es heute der erste Besuch in der Einsatzzentrale sein.

Als wir vor dem unscheinbaren fünfstöckigen Gebäude ankamen, viel es den meisten wahrscheinlich schwer sich vorzustellen, dass hier alle Notrufe der Feuerwehr ankommen und die gesamte Hilfe der Feuerwehr und des Rettungsdienste koordiniert würde.
Also betraten wir das Gebäude und stiegen ins dritte Stockwerk hoch, wo die Feuerwehr eine Etage angemietet hatte.

Wir wurden gleich freundlich begrüßt, dann musste wir noch einen kurzen Moment warten, dann ging es los:
Wir wurden in einen Raum geführt, der nur durch eine Glastür von dem Großraumbüro abgeteilt war, in dem die Notrufe eingingen.
Der Raum in dem wir uns jetzt befanden war mit fünf weiteren Alarmierungsarbeitsplätzen ausgestatte, die bei Bedarf von Reservisten der BF oder z.T. sogar von der Freiwilligen Feuerwehr besetzt werden können.

Im Moment war dieser Anlagenbereich jedoch außer betrieb, sodass uns ein Kamerad an einem solchen Platz die klassische Arbeit der FEZ zeigen konnte.
Von der automatischen Straßennamenergänzung bei der man nur die ersten vier Buchstaben eingeben muss, um den Straßennamen zu bekommen, bis hin zur Karte, in der die Straße sofort angezeigt wird. Die Karte bestand jedoch nicht nur aus einer gewöhnlichen Straßenkarte, sondern beinhaltete auch ein Luftbild mit dessen Hilfe sich der Disponent ein Bild von der Umgebung des Einsatzortes machen kann. Außerdem gab es eine Art Bebauungsplan über den sogar genaue Abmessungen der Gebäude am Einsatzort von der FEZ aus gemacht werden können oder alternative Zugänge gefunden werden können. Hier ist unter anderem auch die Stockwerkzahl der Gebäude verzeichnet.
Nachdem der Disponent alle wichtigen Infos die er vom Anrufer bekommt in ein entsprechendes Computerformular eingegeben hat, kann er die von System vorgeschlagenen Einheiten alarmieren. Auf diese Weise kann der Alarm häufig noch vor Ende des Telefonats raus gehen.

Nach dieser Einführung und vielen, vielen Fragen konnten wir durch die Glasscheibe die Disponenten bei der Arbeit verfolgen. Immer wenn einer der Kameraden ein Gespräch führte, leuchtete über seinem Arbeitsplatz eine rote Lampe auf. Auf einer Laufschrifttafel konnten wir die ausgehenden DME- Alarmierungen verfolgen. Und der uns begeleitende Kamerad erzählte uns noch einiges, wie z.B. wie man an der Stimme des Anrufers erkennt wie schlimm die Lage wirklich ist. Aber auch, dass einige Leute nur bei der Feuerwehr anrufen um nach der Uhrzeit zu fragen. Dies sei jedoch natürlich streng verboten.
Der Kamerad erzählte uns alles von der Arbeit der FEZ-Mitarbeiter so realistisch, dass wir das Gefühl hatten die ganze Zeit neben einem der Disponent im Großraumbüro zu stehen und alles live mit zu verfolgen.

Insgesamt haben wir an diesem Abend einen interessanten und leereichen Einblick in die z.T. sehr spannende Arbeit der Rettungsleitstelle Hamburg bekommen.

Vielen Dank, dass uns dieser ermöglicht wurde.

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Text: Tobias Moll
Fotos: Tim Korves