Page-Header Jugendfeuerwehr Eimsbüttel

Jugendfeuerwehr Hamburg-Eimsbüttel

Laternenumzug des Quartiers Osterstraße am 07.11.2008

…und es ist wieder soweit, der Herbst ist gekommen und die dunkle Jahreszeit ist angebrochen.
Damit beginnt wie jedes Jahr die Zeit der Laternenumzüge, eine Pflichtaufgabe der Jugendfeuerwehren.
So ergab es sich nun, dass wir uns heute in trauter Umgebung unserer Wache wiederfanden:
Eine kurze Besprechung, in der die Route des Laterneumzuges des Quartiers Osterstraße erklärt wurde, dann ging es raus.

Nach dem unsere Wanderung zum Fanny-Mendelssohn-Platz an der Osterstraße beendet war, wurden wir von immer näher kommenden Sirenen überrascht, und diese stammten nicht von unseren beiden Fahrzeugen, die mit Blaulicht am Straßenrand standen, bereit den Umzug zu begleiten, sondern von einem heranfahrenden Rettungswagen und einem NEF.
Unten in der U-Bahn „ging es einer Frau nicht gut“, so ein Kamerad der RTW-Besatzung.
Bei manchen Schaulustigen führte das Aufgebot an Feuerwehrkräften zu Irritationen: „Da muss ja was ziemlich schlimmes passiert sein, wenn so viel Feuerwehr vor Ort ist“, so eine Teilnehmerin des Laternenumzuges.
Das wir eigentlich vollkommen unabhängig von diesem Zwischenfall vor Ort waren, war vielen nicht klar. Zumal das Rettungsteam natürlich von unseren „Großen“ unterstützt wurde.

Nachdem wir zweimal fast von einem Spielmannszug überrannt worden wären und sich der Polizeiwagen, die Menschenmengen im Schlepptau, auf die Straße begeben hatte, begann unser Job.
Wie jedes Jahr war es unsere Aufgabe, den Laternenumzug vor dem Straßenverkehr zu schützen.
Wir gingen in unseren Vierergruppen, bestehend aus JF und FFlern sowie einer Person des Grün-Weiß-Eimsbüttel-Sportvereins, vor dem Umzug die Straßen ab, und stellten an jeder Kreuzung eines der Teams ab, um dort später die Sicherheit des Zuges gegenüber des Verkehrs zu wahren. Als schließlich alle Teams eine Kreuzung zugewiesen bekommen hatten, war schon die Hälfte der Strecke des Zuges abgedeckt.

Nun hieß es auf den Zug warten.
(Da beginnt man zu beobachten…)
…es ist schon interessant, wie viele Leute bei rot über die Ampel gehen, oder auf dem Fahrrad mit dem Handy telefonieren, und das während die Feuerwehr daneben steht. Wären wir Polizisten gewesen, wäre Vater Staat heute um einiges reicher.
Als wir endlich die lang ersehnten Blaulichter des Polizeiwagens, der den Zug anführte, hinter einer Ecke aufblitzen sahen, war es endlich soweit, dass wir unserer heutigen Bestimmung nachkommen konnten und die Straße „dicht machen“ konnten.
Schon nach kurzer Zeit hatte sich ein kleinerer Stau gebildet.
Auch wenn sich die meisten Autofahrer angemessen verhielten, bleiben doch jene, die Ärger machen, in Erinnerung. Jene die nicht einsehen wollen, dass auch Kinder mal das Recht haben, die von Erwachsenen dominierte Straße zu regieren.
Als das LF2 als abschließendes Fahrzeug an uns vorbei gerollt war, rückten wir noch einmal auf der Route vor, um nun den Rückweg des Laternenumzuges zum Fanny-Mendelssohn-Platz abzusichern.

Nach knapp 1½ Stunden gab es als traditionellen Abschluss beim Imbiss bei Karstadt noch zwei heiße Würstchen für jeden, dann ging für uns, wie für die vielen Kinder, dieser Laternenumzug zu Ende.

Text: Tobias Moll